22.06.2008 - unser Neuzugang: Kerry vom Mochauer Land - so sah sie aus, als wir sie holten - verwahrlost-trübe Augen-keine Muskeln-unterernährt-nicht durchgeimpft

Wieder war es Bruder Zufall, der mir zu einem weiteren Hund verhalf.
Ben hatte alle Ausbildungen erhalten und war ein guter Fährtenhund geworden.
Um ihn nicht zu überfordern, meinte ein Sportfreund, ich solle mir die Kerry vom Mochauer Land von einer ehemaligen Sportfreundin holen. Sie stände nur noch im Zwinger. Man könne sie ausbilden und vielleicht wieder verkaufen.
Zunächst musste ich mit meinem Mann verhandeln. Er ließ mir den Freiraum und ich holte die Hündin. - Hier muss ich erwähnen, dass ich wegen der Läufigkeit nie eine Hündin haben wollte! - Endlich konnte sie mal laufen und toben, zeigte aber auch sofort ihre Dominanz gegenüber Ben, der sich, obwohl der Ältere auf dem Hof, unterordnete.
Kerry ist eine tolle Hündin. Sie bringt ihre Dankbarkeit zum Ausdruck, indem sie uns nicht von der Seite weicht. Insbesondere meinen Mann verstand sie zu umgarnen, so dass er an einem besonders schönen Sommerabend in einer Bierlaune verlauten ließ, dass wir Kerry nicht antuen können, sie wieder weg zu geben. Darauf hatte ich ja nur gewartet und gleich eingehakt, dann müssen wir aber auch mal einen Wurf machen, um von ihr einen Welpen behalten zu können!
So war der Gedanke einer Hobbyzucht geboren!
Noch 2008 machte ich mit ihr die Ausdauerprüfung. 2009 legten wir die SchH 1-Prüfung, eine Schau, SchH 2- und 3-Prüfung und die Körung ab. 2010 kümmerten wir uns dann um die FH 1- und FH 2-Prüfung.
Im Dezember 2010 ließen wir Kerry von Attila vom Gleisdreieck decken und hofften auf gesunde Welpen.
Leider kamen die Welpen nicht selbständig und ein Kaiserschnitt brachte bis auf einen nur noch tote Welpen auf die Welt. Der lebende Welpe hatte jedoch soviel Fruchtwasser geschluckt, dass er mir 2 Tage später auch verstarb.
Kerry hörte nicht auf zu bluten, welches dann eine weitere OP zur Folge hatte. Man entfernte nun alles. Eine Zucht mit ihr war nun nicht mehr möglich.
Wir waren über diese Umstände alle sehr, sehr traurig.
Ich dachte auch zunächst über keinen weiteren Welpen nach.
Aber Kerry hatte einmal diese Muttergefühle und da sie kaum andere Hunde an unserer Seite akzeptiert, sahen wir uns veranlasst, nach einem Welpen Ausschau zu halten.
Und so zog wieder ein Hunde-Baby namens Emy vom Großen Ex bei uns ein.