Strolch und Ben beim Futter fassen

Ben holte ich mit 4 Monaten von einem "Züchter". Ich musste ihn zunächst mehrfach entwurmen. dann erst konnte ich ihn durchimpfen lassen.
Aber er dankte es uns.
Mit ihm konnte ich erstmals alle Prüfungen erarbeiten. Die BH absolvierte er mit bravour und konnte diese auch bei einem Pokalkampf überzeugend vor führen.
Wieder einmal half uns der Zufall und wir gelangten in eine Trainingsgruppe, die sich intensiv mit Ben und mir beschäftigte. Nur durch die intensive Hilfe gelang es uns in größeren Abständen die einzelnen Schutzdienstprüfungen gut zu bestehen.
Um selbst auch Erfahrungen zu sammeln, nahmen wir an ausgesuchten Pokalkämpfen teil.
Ben war ein sehr temperamentvoller, triebstarker Hund aber auch sehr vorsichtig. Und hier zeigten sich leider dann auch die Defizite im Schutzdienst.
Also begann ich mit ihm und unter Anleitung eines sehr erfahrenen Hundesportlers im Fährtenhundbereich zu arbeiten.
Als wir dann 2007 die Fährtenhundprüfung 1 (FH 1) in einer OG des Schäferhundvereins mit 98 Punkten ablegten, konnte ich es kaum glauben. Ich wurde nun ermutigt eine solche Prüfung auch in einem Verein abzulegen, der dem Schutz- und Gebrauchshundesportverband (SGSV) angeschlossen sei. Damit könne ich dann an Fährtenmeisterschaften im SGSV teilnehmen.
Nun waren wir voller Eifer dabei und qualifizierten uns jährlich für die Landesmeisterschaften im Bereich Fährtenhund.
Teilnahme an FH-Landesmeisterschaften des SGSV:
2007 - im Verein Dessau-Süd
2008 - Im Verein Oranienbaum
2009 - im Verein Rodleben
Danach stellte man bei Ben im rechten Fuß Krebs fest und es stand zur Diskussion Beinamputation und Chemotherapie oder früher oder später einschläfern.
Ganz schweren Herzen entschieden wir uns für den letzteren Part. Wir wollten den Hund so gehen lassen, wie er war.
Voller Freude marschierte Ben in das Arztpraxiszimmer, um dann dort in meinem Arm einzuschlafen.
Oh- das war schlimm!
Mich brauchte keiner mehr anzusprechen in den kommenden Tagen.