Franziska Knopf übernimmt gemeinsam mit Strolch und den Pokal

Nachdem wir die Begleithundprüfung (BH) geschafft hatten, machte man uns im Verein Mut, die nächste Prüfungsstufe -Schutzhund 1 (SchH 1) - in Angriff zu nehmen.
Und das taten wir dann auch.
Wir begannen zu Fährten - hatten aber keinen richtigen Plan - und gaben diesen Teil schnell wieder auf.
Es blieben uns noch Unterordnung (UO) und Schutzdienst.
Am Tag der Prüfung war es früh 6 Uhr schon so warm, dass der Schweiß an uns nur so runter lief.
Entsprechend waren dann auch die Hunde motiviert.
Der Richter meinte bei meinem Strolch im "voraus": wenn ich nicht PLATZ gerufen hätte, wäre er allein umgefallen. Aber beim Sprung über die Hürde konnte mein Strolch punkten. Der Richter dachte schon, er schubst mit seiner Masse die Hürde um - NEIN - fast aus dem Stand meisterte er das Teil ohne aufzusetzen, holte das Bringholz gemächlichen Schrittes und bewältigte den Rücksprung ebenfalls ohne aufzusetzen.
Im Schutzdienst meinte mein Hund immer mal zu mir sehen zu müssen während des Verbellens am Zelt. Aber nicht, weil er Hilfe brauchte, nur um zu sehen, dass ich noch da bin.
Ja- so meisterten wir - zwar gerade so - die Schutzhund A (Schutzdienst ohne Fährte).
Ach, was war ich stolz.
1995 wurde unser Strolch dann : "Schönster Mischling Sachsen-Anhalts" - was auch sehr subjektiv war und mit den Vorlieben der anwesenden Besucher zusammen hing. Allerdings punktete Strolch hier durch seine liebe Art Im Umgang mit Hündinnen, Welpen und Kinder und kleineren Kunststücken, sowie Unterordnungsübungen.
1998 begann ich dann mit Strolch im Turnierhundsport den Vierkampf und den Hindernislauf. Es war immer wieder erstaunlich, wie viele Sportler aus anderen Vereinen uns zwei "Dicken" zu jubelten und uns anzuspornen versuchten.
Strolch wurde mehrmals Landesmeister im Vierkampf und im Hindernislauf.
Er hatte aber auch schwere Hüftgelenksdysplasie. So dass es absehbar war, diesen Sport  mit ihm aufzugeben und ihn in seinen wohlverdienten Ruhestand zu schicken.