Es war Ende Februar 1993, als wir einen Anruf von ganz lieben Bekannten erhielten. Leider waren Ihnen Kinder verwehrt geblieben, so dass sie ihre ganze Liebe in Hunde investierten, die es ihnen auch dankten. Tja, aber auch Hündinnen sind mal auf Abwege und hören nicht, wenn ein Candlelight Dinner anstehen könnte. Und so kam was kommen musste, die Hündin kam nach einer sicherlich herrlich vollbrachten Nacht wieder und sie bekam nach einigen Wochen Babys.
Wer nimmt nun einen Welpen, war die große Frage. Geschickt eingefädelt, wurden unsere Kinder Stefan und Franziska ins Boot geholt. Sie waren sofort Feuer und Flamme und versprachen, sich um den Kleinen zu kümmern. Mein Mann unterstütze die Kinder, indem er versprach, einen Zwinger auf dem Hof bis dahin fertig zu stellen, denn in der Wohnung wollte ich ihn auf keinem Fall haben. Ich dachte an die zusätzlichen Reinigungsarbeiten!
Nun gut, ich war überstimmt und Anfang Juni zog ein weiteres Familienmitglied in unser Domizil. Unsere Bekannten meinten noch, der Welpe wird nicht so groß wie seine Mutter. Ich glaubte ihnen - wurde aber in einem halben Jahr eines Besseren belehrt. Er war da schon größer als seine Mutter. Wie sich dann so nach und nach raus stellte, war er  wahrscheinlich ein Collie-Schäferhund-Bernhardiner-Mix. Die Fellfarbe eines Schäferhundes - die Größe und manchmal auch der Kopf vom Bernhardiner. Wie ich später merkte, auch sein Gemüt - komme ich heute nicht, komme ich morgen.
Wie schon erwähnt, hatte er eine stattliche Größe erreicht und ich hatte Angst, die Kinder allein mit ihm Gassi zu schicken - und das war auch gut so. Wenn er andere Hunde  sah, drehte er ab, war dann aber Mädchen gegenüber Gentlemen. Rüden hatten nichts zu lachen. Irgendwann war es dann soweit, dass auch ich ihn nicht mehr halten konnte und die Leine um einen Baum, Pfeiler oder sonstigem sich in der Nähe befindlichem wickelte, um ihn zu halten.
Die Kinder waren schon lange aus der Betreuung von Strolch raus. Ich wollte mir das auch nicht mehr weiter antuen - jetzt musste ich mir Hilfe suchen.
Ich suchte und fand einen Hundeverein. Dort bekam ich die Hilfe, die ich suchte und legt bereits 1994 mit Strolch die Begleithundprüfung ab.
Es war ein schönes Gefühl und ich hatte Spaß an der Ausbildung. Der Grundstein war gelegt!